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Die Erste Fahrt mit dem E‑Auto

Du hast endlich ein E‑Auto und steigst ein. Okay, es ist auch nur ein Auto. Aber es beginnt schon spannend zu werden, wenn du den Startknopf drückst oder den “Zünd”-Schlüssel umdrehst. Nichts. Ist der Motor jetzt an? Oder hast du etwas vergessen?Hier beschreiben wir dir, was an deinem neuen Elektroauto anders ist, als bei deinem letzten Auto mit Benzin- oder Dieselmotor.

Die Erste Fahrt mit dem E-Auto
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DAS AUTO IST ABHOLBEREIT! UND NUN?

Es ist schon etwas aufregend: Nach all der Überlegung und den Zweifeln, ob es wirklich schon an der Zeit ist, selbst elektrisch zu fahren ist es soweit – dein E-Auto wurde gebaut, geliefert und kann nun von Dir abgeholt werden! Du fährst zum Händler, bekommst die Schlüssel und hoffst vor allem, dass es zum Start vollgeladen sein möge.

So ging es zumindest uns, als wir zu fünft und mit zwei Kindersitzen unter dem Arm vor unserem neuen Familienmitglied standen und ziemlich stolz alles in Augenschein nahmen.

Die Einweisung war kurz: Startknopf, Kilometeranzeige, Schalthebelstellungen – mehr brauchte es nicht, um in die neue Ära eingeführt zu werden. Ach genau, die Ladekabel liegen im Kofferraum, viel Spaß mit dem neuen Auto!

So fuhren wir also LAUTLOS los, unsere drei Kinder und eine Puppe auf dem Rücksitz und immer noch aufgeregt. Damit es noch ein wenig so bleibt, haben wir uns für die erste Tour keine Kurzstrecke ausgesucht, sondern sind gleich 250 km zu ebenso E-Auto-affinen Freunden gedüst. Ohne Vorerfahrungen über Fahrstil oder Verbrauch und nur in dem Wissen, dass es an den Autobahnraststätten in regelmäßigen Abständen Ladesäulen geben wird. Unsere Reichweitenangabe lag bei 260 km, unser Verbrauch betrug jedoch, Überraschung, ungefähr das Doppelte. Das heißt, nach etwa 130 km Autobahn war die Batterie fast leer und wir zum Glück an einer 50 kW CCS EnBW-Säule angekommen. Die Karte des Stromanbieters hatten wir vorher bestellt, wie genau aber das Laden genau funktionieren würde, war Neuland für uns!

WELCHER STECKER PASST UND WIE SCHNELL WERDEN WIR LADEN?

Und jetzt? Karte gegenhalten, Ladesäule ist freigeschaltet, juhu, Kabel einstecken und auf grüne Leuchte neben der Ladebuchse warten. Die App des Stromanbieters meldet „Ladevorgang gestartet“. Voraussichtliche Ladedauer: 45 Minuten. Sehr gut! Genau richtig für eine Pause und eine kleine Stärkung nach der Aufregung. Die Weiterfahrt lassen wir deutlich langsamer angehen, um unseren Verbrauch zu senken und ohne weitere Ladung anzukommen. Es funktioniert und vor Ort schließen wir das Auto an einer 22 kW Typ2 „Langsam-Ladesäule“ an, während wir es stolz unseren Freunden präsentieren.

Vor der Rückfahrt ist das Auto nicht ganz vollgeladen und wir haben die Idee, es an einer 125 kW Säule noch kurz restlos aufzuladen. Das funktioniert leider gar nicht, im Gegenteil. Diese sehr schnelle Ladesäule wird von unserem Auto sehr stark abgeriegelt und die Restladezeit ist unerwartet lang.

Wir treten den Rückweg an, fahren gemächlich, stehen ab und zu im Stau und kommen sehr weit. Kurz vor zu Hause, es ist fast Mitternacht und die Kinder schlafen, haben wir noch 40 km Restreichweite und müssen laden, damit wir am nächsten Tag fahrbereit sind. Es ist wieder eine 100 kW Säule, die unser Auto trotzdem nicht schneller lädt, als die 50 kW Säule auf dem Hinweg. Wir werden auch langsam müde und beschließen nach 25 Minuten abzubrechen und nach Hause zu fahren. Morgen ist ein neuer Tag und wir werden neue Ladesäulen entdecken.

Erkenntnis: Wir fühlen uns wie Pioniere, die ohne minutiöse Vorbereitung ein Abenteuer bestanden haben!

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